Ein Brunnen wird gebaut
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Fotostory: Ein Brunnen wird gebaut

Dies ist ein beispielhafter Ablauf für die Erstellung eines Brunnens mittels Spülbohrverfahren. Dies ist nicht das einzig mögliche Verfahren und Art & Weise, wie ein Brunnen erstellt und ausgebaut werden kann. In vielen Fällen wird das Bohrgerät, das Ausbaumaterial und der Aufwand sogar kleiner ausfallen als in diesem Beispiel.

Brunnenbau ist vielseitig! Ihr Brunnenbauer wird Sie individuell nach Ihren Bedürfnissen und je nach Standort (geologischen Gegebenheiten) beraten. In der Regel sind die Bohrarbeiten nach einem Tag beendet.

Wir möchten Ihnen einen Überblick geben, wie die Erstellung eines Brunnens vonstatten gehen kann.


An dieser Stelle soll der Brunnen für die Hauswasserversorgung und Gartenberegnung entstehen. Der Zugang ist durch Bäume und Sträucher verstellt, aber moderne Kleinbohrgeräte passen auch durch kleine Lücken.
Ein Bohrgerät mit Raupen schont den Rasen.
Das Gerät ist schmal und passt auch durch enge Zugänge.

Der grundsätzliche Ablauf einer Spülbohrung
Nachdem der Bohransatzpunkt (Standort des Brunnens) festgelegt ist, wird das Bohrgerät in Position gebracht. Der Brunnenbauer entscheidet, ob er mit oder ohne Standrohr bohrt und ob für den Umlauf der Spülung ein Absetzbehälter (Container mit verschiedenen Kammern) oder eine Grube verwendet wird.

eigener-brunnen.de Vorbereitung der Bohrung mit Standrohr

Spülbohrung mit Standrohr und Absetzbehälter (schont den Rasen)

Die Bohrung hat einen Durchmesser von ca. 220-250 mm, wenn ein Brunnenausbaumaterial DN 115 (Außendurchmesser 125 mm) verwendet wird. Der Bohrungsdurchmesser variiert in Abhängigkeit vom eingesetzten Bohrkopf, der Bodenbeschaffenheit und dem Außendurchmesser des Brunnenausbaumateriales.

Die Bohrung wird nun abgeteuft. Dafür werden immer weitere Längen Bohrgestänge eingesetzt.

Bohrgerät bereit zur Aufnahme des Bohrgestänges

Bohrgestänge
Bohrkopf

Eine Pumpe auf dem Bohrgerät fördert Wasser durch das Bohrgestänge und den Bohrkopf nach unten. Wasser und Bohrgut steigen im Ringraum zwischen Bohrgestänge und Bohrdurchmesser auf und fließen in das Absetzbecken. Das Bohrgut setzt sich überwiegend ab. Vom Absetzbecken aus wird das Wasser wieder angesaugt und dem Bohrkopf zugeführt. So entsteht ein Kreislauf.

Damit die Bohrung stabil bleibt, nicht zusammenfällt, führt gibt der Brunnenbauer dem Wasser Spülungszusätze zu. Diese werden beim späteren Klarpumpen wieder entfernt.

Über die erreichte Bohrtiefe und dem herausgespülten Bohrgut erkennt der Bohrgeräteführer bzw. der Brunnenbauer die vorhandenen Erdschichten. Dies dokumentiert er in einem Schichtenverzeichnis.

Prüfung des Bohrgutes
Bohrgutentnahme
Bohrgutsichtung
Bohrgutabtransport

Beim laufenden Bohrvorgang wird erkannt, wo sich die wasserführende Schicht (Grundwasserleiter) befindet. In diesen Bereich wird später das Filterrohr eingebaut.
Von dieser sogenannten Filterstrecke kann es im Brunnen auch mehrere geben.

Hat der Brunnen seine erforderliche Endteufe (der Brunnenbauer spricht von „Teufe“. Gemeint ist die Brunnentiefe) erreicht, beginnt der Einbau des Brunnenausbaumateriales.

Wichtig für einen qualitativ hochwertigen Brunnen: Das richtige Ausbaumaterial.
Hier: Das sogenannte „Sumpfrohr“ oder „Blindrohr“ (das unterste Rohr im Brunnen) mit Deckel und Vollrohre aus PVC-U. Dieses gibt es nach DIN 4925 und nach Werksnormen und ist für Trinkwasser blau eingefärbt.

Bei der Auswahl der PVC-Filter- und Vollrohre sind Einbautiefe, Ringraumvolumen, das Gewicht der Kiesschüttung, der Spülungstyp etc. zu beachten. Alle Faktoren beeinflussen den Aussendruck, dem der Ausbaustrang standhalten muss.
Der Brunnenbauer wählt je nach Gegebenheiten die richtigen Materialien aus.
„Einfache“ Kunststoffrohre, wie KG-Rohre, sind für einen professionellen Brunnenbau ungeeignet.
Deshalb ist es wichtig, beim Brunnenbau einen Fachmann zu konsultieren.

Geschlitzte Filterrohre.
Diese Rohre werden in die wasserführende Schicht eingebaut. Die Schlitzweite wird vom Brunnenbauer an Hand der örtlichen Gegebenheiten und der Körnung der Kiesschüttung ausgewählt.
Der Filterkies umhüllt den geschlitzten Bereich des Filterrohres und verhindert den bspw. Sandeintritt in den Brunnen. Die Schlitzung und den Filterkies stimmt der Brunnenbauer aufeinander und auf die Bohrung ab.
Dichtungspellets für Tonsperre

Zusammenfassung des grundsätzliches Aufbaus von Brunnenausbaumateriales von unten nach oben zum Brunnenkopf: Sumpfrohr mit Kappe - Vollrohr - Filterrohr - Vollrohr

Sind alle Rohre eingebracht, verfüllt der Brunnenbauer den Ringraum zwischen Brunnenausbaumaterial und Bohrung. Dafür benutzt er Bohrgut, Filtersand und Dichtungspellets für die Tonsperre. Er füllt dabei grundsätzlich die Erdschichten in der Bohrung wieder so auf, wie er sie vorgefunden hat. Die Tonsperre verhindert Kontaminationen des Trinkwassers.

Einbau des Brunnenausbaumateriales (hier: Vollrohr)
Vorbereitung des Druckkessels und des Schaltkastens
Grundfos 4" Unterwasserpumpe der Baureihe SPA mit Motorkabel, Niro-Sicherungsseil und Verschraubung für PE-Rohrleitung (Steigleitung).
Das Klarpumpen des Brunnens beginnt
Klarpumpen des Brunnens abgeschlossen


Die Unterwasserpumpe wurde nach dem Klarpumpen getauscht. Die neue Unterwasserpumpe ist eingebaut.

Das Bohrgerät ist abtransportiert und hat praktisch keinen Flurschaden hinterlassen.
Jetzt wird noch ein Brunnenkopf gesetzt sowie die Rohrleitung zum Druckkessel und die Kabel zum Schaltkasten unterirdisch verlegt.

Vom Brunnen ist jetzt nur noch die Abdeckplatte zu sehen. Die gesamte Installation hat, keinen Flurschaden hinterlassen.
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